Da Brandenburger Tor
Das Brandenburger Tor ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins und einer der Orte, an denen man die Geschichte der Stadt am leichtesten spüren kann. Während meiner Reise nach Berlin hatte ich die Gelegenheit, es live zu sehen.

Das Tor wurde 1788 vom König von Preußen Friedrich Wilhelm II. beim Architekten Carl Gotthard Langhans in Auftrag gegeben. Der König wollte das alte Stadttor durch ein repräsentativeres und monumentaleres Bauwerk ersetzen. Er ließ sich von den Propyläen der Akropolis von Athen inspirieren. Die Arbeiten wurden 1791 abgeschlossen.
Das Tor ist ein imposantes Bauwerk im neoklassizistischen Stil, inspiriert von der Architektur des antiken Griechenlands. Es besteht aus zwölf großen Säulen, die in zwei Reihen angeordnet sind und fünf große Durchgänge bilden. Der obere Teil ist mit verschiedenen architektonischen Elementen verziert, darunter die von der Akropolis von Athen inspirierte Kentauromachie und, in der Mitte, befindet sich die Quadriga. Letztere stellt einen von vier Pferden gezogenen Streitwagen dar, der von der Göttin Victoria gelenkt wird.
Die Struktur verbirgt jedoch auch einen weniger bekannten Teil ihrer Geschichte. Während des Zweiten Weltkriegs, als die Rote Armee Berlin erreichte, versuchten einige Deutsche, sich im Inneren des Tors zu verstecken. Im Bauwerk gibt es tatsächlich eine Treppe, über die man die Innenräume und den oberen Teil erreichen kann. Der mit diesem Ort verbundene Erzählung zufolge gelang es den russischen Soldaten, die Menschen zu finden, die sich versteckt hatten, und sie zu erschießen. Heute werden diese Räume nicht genutzt und die Treppe dient den Mitarbeitern dazu, Zugang zum Bauwerk zu erhalten, beispielsweise für Wartungs- und Reinigungsarbeiten.
Auch während des Kalten Krieges spielte das Tor eine wichtige Rolle. 1961, mit dem Bau der Berliner Mauer, blockierten die Kräfte der DDR die Zugänge mit Barrikaden und Stacheldraht. Nach dem Fall der Mauer, 1989, wurde das Tor hingegen zu einem Symbol der deutschen Wiedervereinigung.
Das Tor sieht also ein einfaches Denkmal aus, aber eigentlich hat es eine schwierige und interessante Geschichte!





