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  • Karin Gambaracci

Berlins versteckte Höfe

Es wird oft gesagt, dass eine Reise nach Berlin nicht vollständig ist, ohne mindestens einen der vielen schönen versteckten Innenhöfe der Stadt zu besuchen. In vielen Vierteln erstrecken sich die Gebäude tatsächlich Dutzende von Metern hinter dem von der Straße aus sichtbarem Eingang und bestehen aus zwei oder drei aneinander grenzenden Gebäuden auf demselben Hof.



Ursprünglich war diese Bauweise typisch für die so genannten proletarischen "Mietskasernen", große Gebäude, die bis zu 2.000 Menschen beherbergen konnten und im Berliner Boom des späten 19. Jahrhunderts wie Pilze aus dem Boden schossen. Ein Boom, der so gewaltig war, dass damals sogar Betten "stundenweise" vermietet wurden. Wenn man morgens aufstand, um zur Arbeit zu gehen, überließ man sein Bett einem Mieter, der vielleicht gerade seine Nachtschicht beendet hatte! 



Die berühmtesten Höfe im heutigen Berlin sind sicherlich die Hackeschen Höfe, die im prächtigen Jugendstil gestaltet sind und in denen es entzückende kleine Geschäfte zu entdecken gibt. Aber sie sind sicher nicht die einzigen, die einen Besuch wert sind. Etwas weiter weg, nämlich von der Sophienstraße 21 aus, können Sie die Sophie-Gips-Höfe besuchen. Diese hübschen Höfe sind nicht nur interessant, weil sie die typische Mischung aus Wohnungen und kleinen Fabriken in Berliner Gebäuden zeigen (wo heute ein Café steht, war früher eine Nähmaschinenfabrik). Da sie von einem Kunstsammlerpaar erworben wurden, versprechen sie auch viele Überraschungen bei der Entdeckung einer Restaurierung, in der sich Tradition und künstlerischer Schwung auf völlig unerwartete Weise treffen. 

 

Tipp: 

Kunstliebhaber können jeden Samstagvormittag nach Voranmeldung das Privathaus von Frau Hoffmann besuchen (www.sammlung-hoffmann.de). Hier werden außergewöhnliche Kunstsammlungen ausgestellt, die jedes Jahr erneuert werden, unter anderem mit Werken von Andy Warhol und Gerhard Richter.

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